Rolling Stones-Tourgitarrist Blondie Chaplin zu Gast an der Realschule Eggenfelden

Eggenfelden. Ein mehr als große Ehre wurde den Schülern der Stefan-Krumenauer-Realschule zuteil – Tourgitarrist Blondie Chaplin von den Rolling Stones gastierte und spielte neben Solosongs auch zusammen mit der Bigband und der Schulband „Just live“.

 


projekt01_v_thumbprojekt01 01Große Spannung war den ganzen Vormittag bei den Schülern zu spüren, Fotoapparate wurden nochmals auf ihre Tauglichkeit hin überprüft, die meisten der Schüler hatten Stift und Zettel für Autogrammwünsche parat – kurzum, es war ein ganz besonderer Tag in der Geschichte der Realschule. Und um 11.17 war es dann soweit – in Begleitung seines Deutschland-Managaments kam Blondie Chaplin zu Klängen von „Satisfaction“, von der Schulband gespielt, unter großem Jubel in die übervolle Turnhalle und hielt erstmal einen kurzen „small-talk“ Schülern und Musiklehrer Markus Asböck, bevor er zwei Songs aus seinem aktuellen Solo-Album sang. Aber wie war es überhaupt möglich, einen weltbekannten Gitarristen, der normalerweise in  großen Stadien in der ganzen Welt spielt, nach Eggenfelden zu bekommen? Der Kontakt kam zustande über Markus Asböck, der in seiner Funktion als Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Popmusik, die direkt dem Kultusministerium unterstellt ist, über eine Vielzahl von Kontakten verfügt. So stieß er auf ein europäisches Projekt zur Förderung der Popkultur, für das sich Blondie Chaplin engagiert und wo er bewusst zusammen mit Schülern musiziert, um deren Interesse an Popmusik zu fördern. Zufälligerweise ist Blondie Chaplin gerade in Europa unterwegs, spielte Konzerte in Oslo, Amsterdam und Berlin und just vor einem Konzert in Regensburg bot sich glücklicherweise die Möglichkeit, ihn zu einem Besuch an die Realschule Eggenfelden zu bewegen. Für die Schüler bot sich dann Gelegenheit, dem Star-Gitarristen Fragen zu stellen – natürlich auf Englisch – was von sehr vielen auch angenommen wurde. So entwickelte sich im Laufe des Konzertes für die Schüler ein sehr umfassender Eindruck über das Leben eines Musikstars, über private Dinge und alles, was die Schüler interessierte. Blondie Chaplin gab bereitwillig Auskunft über alles, zeigte sich sehr erfreut über das große Interesse und gab zudem „versehentlich“ preis, dass nächstes Jahr wieder eine Welt-Tournee der Rolling Stones anstehen wird, was noch gar nicht offiziell bekannt ist. Der absolute Höhepunkt der Veranstaltung war dann der Moment, als Blondie Chaplin zusammen mit den Schul-Ensembles musizierte. Mit der Bigband spielte er den „Hot Java Jump“ - ein Stück, bei dem sich eine Vielzahl an Improvisationsmöglichkeiten bietet. Chaplin wechselte dann mit den Instrumentalisten immer wieder die Solopassagen, alles spontan und ungeprobt, lediglich koordiniert von Bigbandleiter Markus Asböck, und so entstand eine wunderbare Performance, die für die Bigbandmitglieder natürlich ein absolut einzigartiges Erlebnis war. Mit einem zweiten Stück der Bigband wurde ebenso verfahren, bevor Chaplin auch noch zusammen mit der Schulband „Just live“ musizierte. Mit „Rocking all over the world“ hatte der Bandleiter wiederum einen Titel mit Bluesschema ausgesucht, wo sich wieder herrliches Zusammenspiel entwickelte. Spontan wurde dann auch noch Ben E. Kings Klassiker „Stand by me“ aufgeführt, wo sich Blondie Chaplin neben perfekten Gitarren-Riffs auch noch in den Gesang der Bandsängerinnen einfügte. Ein fantastisches Erlebnis für alle Bandmitglieder, das sie so schnell nicht vergessen dürften. Auch Blondie Chaplin zeigte sich sehr erstaunt über das Können der Schüler und hatte sichtlich Spaß am gemeinsamen Musizieren. Am Schluss der Veranstaltung standen noch Fernsehinterviews mit Blondie Chaplin, Organisator Markus Asböck und Schulleiter Anton Huber auf dem Programm, ehe dann die Schüler auf Autogrammjagd gingen. Es gab kaum etwas, was nicht signiert wurde – vom Gitarrenkoffer über den E-Bass, Taschen, Krawatten und sämtliche beschriftbare Gegenstände. Blondie Chaplin nahm sich Zeit für alle, bedankte sich bei Markus Asböck für eine „very lovely time“ und versprach, bei Gelegenheit gerne wieder zu kommen.

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